Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

50 Menschen hat die erste Ausgabe meines Newsletters überzeugt, auch die zweite Ausgabe lesen zu wollen. Vielen Dank fürs Abonnieren und Weitersagen!

Diesen letzten Freitag im September möchte ich Ihnen wieder die besten Online-Storys, Tool- und Lesetipps zum Medienwandel empfehlen. 

Helfen Sie mir dabei, gute Online-Storys zu finden - gerne aus kleineren Redaktionen! Eigenwerbung ist hier durchaus erwünscht, das Veröffentlichungs-Datum muss nicht im Erscheinungsmonat des Newsletters liegen. Guter Inhalt ist hier wichtiger als Aktualität. Die besten Empfehlungen finden Sie dann im nächsten Newsletter. :)

Und nicht vergessen: Wenn Ihnen diese zweite Ausgabe gefällt, empfehlen Sie den Newsletter gerne an Kolleginnen und Kollegen weiter!

Sonja Kaute
Blog: www.stift-und-blog.de
Twitter: @sonjakaute

Die besten Online-Storys / Ausgabe September 2017:


Herausstechende Beiträge zur Bundestagswahl

Viele gute Stücke, meist basierend auf Daten, sind vor und nach der Bundestagswahl erschienen - zu viele, um sie zu sammeln. Hier dennoch ein paar, die für mich herausstachen:

Nemetschek Stiftung: #Whatthefact

Es ist schwierig zu beurteilen, ob das eigene Bauchgefühl mit belegbaren Fakten übereinstimmt. Die Nemetschek Stiftung hat das interaktive Denkspiel „Whatthefact“ produziert, um der aufgeheizten Debatte mit Fakten zu begegnen, die Spieler klüger und so fit für Diskussionen zu machen.

Das ließe sich sicher auch bei redaktionellen Themen umsetzen. 

Denkspiel spielen

Die Rheinpfalz: Der Fall Stocké

Ein Bauunternehmer, Steuerhinterziehung und ein Millionenkredit, Flucht, ein V-Mann und ein Prozess: Rheinpfalz-Redakteurin Ursula Schramm hat sich auf Spurensuche begeben, um den Stocké-Fall im Leiningerland zu beleuchten. Herausgekommen ist ein Leininger Jahrhundert-Krimi, schön aufbereitet mit Atavist.

Krimi-Geschichte ansehen


Stuttgarter Zeitung: Braunsbach - Die Flut

In einer eindrücklichen Multimedia-Reportage hat die Stuttgarter Zeitung die Flut-Katastrophe im Mai 2016 aufbereitet, die vor allem die Stadt Braunbach traf. 

Reportage ansehen

Berliner Morgenpost: Von wegen Berlin 

Jung, Multikulti, Touristenhochburg: Was ist dran an Berlin-Klischees? Die Berliner Morgenpost zeigt im Statistik-Vergleich deutscher Millionenstädte: Viele bestätigen sich nicht. Super Idee, simpel, aber wunderbar ansprechend aufbereitet.

Beitrag ansehen




SZ.de: Was der Staat über Sie wissen darf

Schön aufbereitetes Hintergrund- und Service-Stück: SZ.de hat die wichtigsten Fragen und Antworten dazu gesammelt, welche Daten deutsche Behörden sammeln dürfen und wie lange die Informationen gespeichert werden dürfen.

Ich finde den Beitrag nicht nur wichtig, sondern auch von der Übersichtlichkeit her optimal aufgebaut.

Beitrag ansehen

Podcasts von ZEIT ONLINE

Seit Mitte September gibt es bei ZEIT ONLINE Podcasts. Wahlen, Trump, Arbeit und Sex sind die Themen der ersten Podcasts. Alle Teile werden im Newsroom von ZEIT ONLINE produziert.

Übrigens: Die Rheinische Post podcastet schon seit Ende 2016. Neben weiteren Formaten gibt es jeden Morgen den "Aufwacher".

ZEIT ONLINE: Wie fühlen Sie sich?

Die Redaktion von ZEIT ONLINE fragt ihre Leser jeden Tag, wie sie sich fühlen. Da die Antworten Daten sind, lässt sich die Stimmung wunderbar auswerten. Besondere Ausschläge gab es am Abend der Bundestagswahl, aber auch sonst ist es spannend, die Antworten anzusehen und mit dem eigenen Befinden zu vergleichen.

Analyse ansehen

ZEIT ONLINE: Stadt, Land, Vorurteil

Die Zeit ist Vorurteilen gegen Menschen aus Großstädten, Städten und Dörfern auf den Grund gegangen. Das Stück enthält spielerische Elemente, weil man tippen kann, ob die Vorurteile stimmen oder nicht, Datenjournalismus und ist visuell wieder äußerst ansprechend aufgemacht. <3


#Bonus-Material: Lese- und Tool-Tipps
  • Jochen Wegner, Chefredakteur von ZEIT ONLINE, hat Horizont ein interessantes Interview gegeben. Er plädiert dafür, im Digitaljournalismus zu spielen, erklärt, warum Journalisten nicht nur die Welt beschreiben, sondern auch ein höflicher Gastgeber sein sollten und was er von Paid Content hält. Lesenswert!
  • Wie nutzen deutsche Journalisten soziale Medien? Das PR-Journal listet die zehn wichtigsten Eckpunkte der Social Journalism-Studie von Cision und der britischen Canterbury Christ Church University auf. Die Hälfte der deutschen Journalisten nutzt fünf oder mehr verschiedene Typen sozialer Medien regelmäßig im Beruf.
  • Personalisierung, VR, Datenjournalismus, Bots, structured news und Co.: Tristan Ferne (Research & Development bei der BBC), hat analysiert, welche digitalen Erzählformate es für Nachrichten gibt und zeigt Beispiele für jedes Format. So viel Neues ist nicht dabei, aber erstens lohnt sich ein Blick in seine Linkliste am Ende und zweitens hilft sein Beitrag dabei, sich die Möglichkeiten wieder ins Gedächtnis zu holen.
  • Dirk von Gehlen, Leiter Social Media / Innovation bei der Süddeutschen Zeitung, plädiert für eine Selbstverpflichtung gegen den Terror. Darin plädiert er dafür, die Medienstrategie von Terroristen zu zerstören und fragt: Könnte man den Mechanismus der Eskalation nicht durchbrechen, indem man weniger und anders über den Terror berichtet? Ein Text über Reichweite als Relevanz-Kriterium und den Missbrauch westlicher Medien.

  • Joachim Dreykluft, Chefredakteur Online bei shz.de, ruft die Leser und Leserinnen des Portals auf, ihre Wünsche für den digitalen Journalismus der Zukunft zu äußern. Beim persönlichen Treffen Anfang Oktober sollen Impulse gegeben werden, wie shz.de digitalen Journalismus in das Internet of Things bringen kann. Ich hoffe, man liest bald etwas über das Treffen. (Hinweise an mich sind willkommen.) 
  • taz-Geschäftsführer Karl-Heinz Ruch hat die Zeitungskrise bei der "taz" für beendet erklärt. Im Interview mit Turi2 sagt er, wie man das als Verlag erreichen kann: Angebote diversifizieren, nicht zu glauben, man könnte im Internet das große Geld verdienen, Leser dafür sensibilisieren, dass Journalismus bezahlt werden muss.

  • Google will mehr mit Verlagen zusammenarbeiten und die Zahlungsbereitschaft von Lesern testen. Guter Artikel dazu in der FAZ. (Blendle-Bezahlinhalt)

Feedback geben und weitersagen!

Wie fanden Sie diese Auswahl? War etwas Interessantes, Inspirierendes dabei? Hat etwas gefehlt? Schicken Sie mir Ihre Rückmeldung und Ideen für den nächsten Newsletter an ska@stift-und-blog.de

Wenn Ihnen dieser Newsletter gefallen hat, empfehlen Sie ihn gerne im Kollegenkreis weiter!
Newsletter weiterempfehlen

Über mich:
Ich bin Diplom-Journalistin und arbeite hauptberuflich als Redakteurin mit Schwerpunkt Digitales für Oberpfalz Medien. Nebenberuflich bin ich selbstständig und beschäftige mich unter anderem mit der Digitalisierung, Tools für die redaktionelle Arbeit und Themen rund um den Tauchsport.


Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 





Deutschland


ska@stift-und-blog.de